Warum der Mensch hinter der Kamera genauso wichtig ist wie die Kamera selbst

Als ich mit der Hochzeitsfotografie angefangen habe, dachte ich ehrlich gesagt, dass das Wichtigste die Fotos sind.

Und ganz ehrlich: Die Fotos sind wichtig.

Eine Hochzeit passiert nur einmal. Die Blumen verwelken, der Kuchen ist gegessen, die Musik hört auf und der Tag ist vorbei. Was bleibt, sind die Fotos.

Aber nach über 150 Hochzeiten habe ich etwas verstanden:

Ein Hochzeitsfotograf ist nicht einfach nur dafür da, Fotos zu machen.

Die Kamera ist nur ein Teil des Jobs

Es gibt unglaublich viele talentierte Fotografen da draußen. Menschen, die Licht verstehen. Menschen, die wunderschöne Bilder machen. Menschen, die wissen, wie man Fotos bearbeitet.

Und das ist großartig.

Aber eine Hochzeit ist kein Styled Shoot.

Es ist kein normales Fotoshooting, bei dem man einfach alles stoppen und nochmal von vorne anfangen kann.

Da sind Emotionen. Nervosität. Familie. Unerwartete Momente. Zeitdruck.

Und genau das verändert alles.

Das Gefühl hinter den Fotos zählt

Stellt euch zwei Fotografen vor.

Beide machen wunderschöne Fotos.

Aber Fotograf Nummer eins ist die ganze Zeit gestresst, ruft ständig Anweisungen, unterbricht Momente und gibt dem Paar das Gefühl, dass sie eigentlich nur dafür da sind, Content für ihn zu produzieren.

Fotograf Nummer zwei ist ruhig, entspannt, bringt das Paar zum Lachen, gibt ihnen Sicherheit und lässt sie die Kamera vergessen.

Gleiche Kamera. Gleiches Paar. Gleiche Location.

Aber eine komplett andere Erfahrung.

Das Schlimmste was passieren kann ist nicht, dass die Fotos schlecht sind.

Das Schlimmste ist wenn die Fotos schön sind, aber ein schlechtes Gefühl hinterlassen. Wenn ihr eure Galerie aufmacht und denkt: die Fotos sind nice, aber ich erinnere mich daran wie unwohl ich mich gefühlt habe. Wie gestresst der Tag war. Wie der Fotograf die Stimmung kaputt gemacht hat.

Fotos die schön aussehen aber einen schlechten Beigeschmack haben. Das ist das Letzte was ihr wollt.

Was meine Paare dazu sagen

Ich muss das nicht einfach behaupten. Meine Paare sagen es selbst.

„Ich möchte dir für die tollen Bilder danken. Das beste jedoch warst du, deine Art und deine Persönlichkeit sind großartig. Du warst zwar unser Fotograf, jedoch hast du es geschafft, dass du eher als Gast unserer Hochzeit aufgetreten bist. Wirklich alle waren von deiner Person begeistert." — Selina & Mathieu

„Man bemerkte ihn nie und hatte am Ende unglaubliche Momentaufnahmen." — Isabelle & Eric

„Die Atmosphäre beim Paarshooting war ungezwungen, locker, lustig und angenehm, was uns sehr geholfen hat, einfach wir zu sein." — Sandra & Manu

Meine Aufgabe ist nicht, euch zu Schauspielern zu machen

Ich glaube, viele Paare machen sich Gedanken über den Fotoshooting Teil der Hochzeit.

„Werden wir uns komisch fühlen?" „Wir sind doch gar keine Models." „Wir wissen gar nicht, was wir machen sollen."

Und ganz ehrlich?. Das ist komplett normal.

Meine Aufgabe ist nicht, euch in Schauspieler zu verwandeln.

Meine Aufgabe ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der ihr einfach ihr selbst sein könnt.

Manchmal bedeutet das, euch ein bisschen anzuleiten. Manchmal bedeutet es, einen Schritt zurückzugehen und einen Moment einfach passieren zu lassen.

Zu wissen, wann man was macht, genau da kommt Erfahrung ins Spiel.

Nach 150 Hochzeiten weiß ich eines

Die besten Hochzeitsfotos entstehen nicht dadurch, dass man Momente erzwingt.

Sie entstehen durch Vertrauen.

Wenn ein Paar seinem Fotografen vertraut, entspannt es sich. Und wenn man entspannt ist, entstehen echte Emotionen.

Wenn eure Gäste am Ende des Tages fragen ob ich ein Freund von euch bin, dann habe ich meinen Job richtig gemacht.

Genau das ist es, was ich anstrebe.

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